Biikebrennen auf Sylt

Biike — Foto von Manuel Martensen, Muasem

Wissen Sie eigentlich, was beim Biikebrennen auf Sie zukommt? Erst rufen Einheimische unverständliche Worte wie „Tjen di Biiki ön“ und dann setzen Sie einen riesigen Holzstoß in Flammen und singen in einer Sprache, die nur sie verstehen … üp Sölring.

Und dann wird es warm. Wenn das Gesicht glüht aber der Rücken friert, dann hat man es bisher versäumt, sich mal umzudrehen und den Hintermann kennenzulernen. Wenn dann auch die hintere Körperseite warm ist, hat man meist’ neue Bekannte. Der Köm schmeckt und macht glühende Wangen.

Jedes Jahr, nachdem lange Fackelzüge an dämmrigen Dünen und nebligen Wiesen vobeigezogen sind, gehen inselweit neun sorgsam aufgetürmte Holzstöße in Flammen auf. Und die Feuerwehr steht daneben, aber von Löschen keine Spur!

…ön miaren es Piđersdai! — Foto von Manuel Martensen

Was geht da vor sich in dieser dunklen Sylter Nacht am 21. Februar, bei diesem seltsamen Brauch, von dem keiner heute mehr sicher weiß, was sein Ursprung ist? — „Den Winter verabschieden“ ist Ende Februar doch wohl nicht realistisch, aber ist „böse Geister abschrecken“ realistischer? Vielleicht ist die Erklärung vom Verabschieden der Walfänger doch näher an der Wahrheit – aber wer weiß das schon. Also, nicht erschrecken, falls Sie zum ersten Mal zur Biike anreisen: der Kerl, der da verbrannt wird, ist nur eine Strohpuppe — als Symbol für den Winter.

Hörnum Odde Unterfeuer — Haarbeutelspaziergang

Und falls Sie nach dem feurigen Spektakel Hunger haben — essen Sie einfach mit, was alle an dem Abend essen: Grünkohl mit Kartoffeln, dazu Schweinebacke, Kassler und Kochwurst. Leeecker…

Davos auch ohne Berge geht: Sylt

Schweiz ♥ NordfrieslandTagebuch einer Klassenfahrt aus Davos, Kanton Graubünden, Schweiz — zu uns auf die Insel Sylt, Nordfriesland.

Prolog: Überlegungen und Ziele

Mitentscheidend für die Suche nach einem geeigneten Ort und dem richtigen Schullandheim war das Interesse meiner Schülerinnen und Schüler an der Unterrichtseinheit „Deutsche Nordseeküste“. Klar war für mich bereits letztes Jahr, dass wir eine ganz besondere Schlussfahrt machen werden… Mehr vom Prolog lesen

Tag 1 – 22.06.15

Zugfahrt18:06 Uhr: Abfahrt Davos Platz mit der Alpenbahn Richtung Landquart. Anschliessend mit der SBB nach Zürich. In Zürich umsteigen in den Liegewagen der DB nach Hamburg. Alte und enge Abteile, auch wenig Platz auf dem Gang und für das Gepäck. Wir meistern das klaglos, bis auf einen von uns, nämlich unseren Lehrer, er löst mit seinem Deo den Feueralarm aus.

Tag 2 – 23.06.15

Blohm & VossContainerkräneKommen gegen 8:30 Uhr am Hamburger Hauptbahnhof an. Viel Betrieb. Finden schnell die Schliessfächer, verstauen unser Gepäck und fahren mit der S-Bahn zu den Landungsbrücken. Dort kauft Herr Schlichting die reservierten Tickets für die Hafenrundfahrt, wir warten 45 Minuten, dann geht’s los. Vorbei an der Elbphilharmonie, rein in die Speicherstadt, anschliessend durch den Hafen weiter zum Containerterminal und den riesigen Docks von Blohm & Voss. Tolle Impressionen vom Hafen und der Silhouette Hamburgs. Nach einer Stunde zurück mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof, Gepäck holen, wieder in die S-Bahn, nun zum Bahnhof Altona.

PlattHindenburgdammAm Gleis angekommen sehen wir nur noch den nach Sylt abfahrenden Zug. Egal. Wir warten eine Stunde. Viel Abwechslung wird geboten. Wir essen und shoppen. Um 12:40 Uhr geht’s dann los Richtung Sylt. Viel flaches Land. Unglaublich grün. Rüber über den Nord-Ostsee Kanal nach Nordfriesland. Über den Hindenburgdamm nach Westerland. Wir sehen viel Watt links und rechts. Auf Sylt Sonnenschein. Manuel, Hausmeister und Tontechniker in unserer Unterkunft auf Sylt, hat uns einen Bus geschickt. Nach wenigen Minuten sind wir in Rantum an der ADS-Anlage. Manuel und die Heimleitung begrüssen uns herzlich. Man zeigt uns die Räume. Wir sind begeistert, eine ganze Etage nur für uns, mit viel Platz und Waschräumen und WCs direkt an den Zimmern. Kurz einrichten, dann machen wir mit Manuel eine einstündige Wanderung, vorbei am Rantumer Becken hin zum Strand an der offenen Nordsee.

Wind & Welle hat es…Erstes Mal am MeerWind und Welle hat es. Die Sonne sinkt. Tolle Stimmung, wir sind begeistert. Zurück im Heim richten wir uns ein. Essen Abendbrot. Werden vom Küchenchef nett begrüsst. Wolfgang hat uns sogar warmes Mittagessen aufgehoben. Wir essen. Wir räumen ab und decken ein. Kurze Besprechung auf unserer Etage. Erstes Feedback: Suuuper. Bis 9 Uhr haben wir Freizeit. Einige spielen Fussball, beziehen sogar Zwerge von anderen Gruppen ein, alle haben Spass. Andrina, Tina und Mike machen das Weckprogramm für Mittwoch.

Tag 3 – 24.06.15

VelotourAuf dem Deich vor den SalzwiesenUm 7:00 Uhr startet lautstark das heiminterne Weckradio, zusammengestellt von Andrina, Tina und Mike, unter Manuels Regie, beginnend mit dem Graubünden Song. Höhepunkt ein gesungenes Duo von Andrina und Tina. Alle Texte in Mundart, selbstbewusst vorgetragen, über unsere Anreise, den ersten Tag, Erwartungen. Frühstücksbeginn war fliessend vereinbart, das klappt auch recht gut, bis auf Nilo und Daniel. Frühstück ist gut. Anschliessend übernehmen wir die von Manuel organisierten Velos und beginnen mit der Biketour rund ums Rantumbecken und weiter nach Westerland. Wetter ist schlecht, teilweise Regen und starker Wind. Knapp 1 Stunde verbringen wir in Westerland. Wir kaufen ein, essen und trinken Kleinigkeiten. Dann geht es rechtzeitig zurück entlang der Hauptstrasse zum Heim unter Florians Führung. Tina, Philipp und Daniel tätigen den Gruppeneinkauf, Getränke und Knappersachen für abends, gespendet von Frau Wanner. Danach Mittagessen, Gemüseeintopf. Fluri & MikkiWattwanderungUm 13:30 Uhr treffen wir uns zur Wattwanderung. Unter der Führung vom Guide Antonia der Schutzstation Wattenmeer verbringen wir 2 lehrreiche Stunden im Watt, lernen Eigenheiten und Lebensgewohnheiten der Wattbewohner kennen. Machen auch einige Orientierungsübungen, lernen die Gefahren im Watt kennen. Den Schluss bildet ein Eintauchen bis zur Hüfte in ein Watt-Schlammloch. Verdreckt erreichen wir das Heim, schrubben uns in bereitgestellten Wannen, einige müssen die Dusche nutzen. Bis zum Abendessen beschäftigen wir uns in der Unterkunft. Danach bis 21:00 Uhr sportliche Aktivitäten wie Fussball oder Kinderdisco. Um 21:00 Uhr folgt das Teammeeting mit Reflexion und Ausblick auf Donnerstag.

Tag 4 – 25.06.15

Hörnum LeuchtturmFlurina referiert über HoogeHeute geht’s auf die offene Nordsee, mit dem Schiff zur Hallig Hooge. Mit dem Bus zum Hafen Hörnum, beinahe hätten wir den verpasst. Wetter noch schlecht, Himmel bedeckt, vereinzelt Regen. Wir schiffen auf der Adler-Express ein, ca. 30m lang, 2 Decks. Wir bleiben im Innenraum in gemütlichen Sitzecken mit Panoramablick, Lehrer hält sich hinten im Freien auf. Plötzlich reisst der Himmel auf, die Sonne kommt raus, es wird warm, fast windstill, ruhige See. Wir geniessen Speis und Trank und sehen Sandbänke mit faul dahindösenden Seehunden, fahren an der Insel Amrum entlang, kilometerlange breite Sandstrände — übrigens der breiteste Europas und mitten drauf ein massiver Leuchtturm. Kurzer Stopp in Amrum Hafen, Leute steigen aus und zu, weiter geht’s nach Hooge, vorbei an weiteren kleinen Sandbänken und Halligen. Nach insgesamt 1:25 Stunden kommen wir auf der Hallig Hooge an. Schon von weiten sehen wir die eigenartigen kleinen Hügel mit Häusern drauf, den Warften. Da wir das Thema Nordseeküste im Unterricht 2 mal behandelten, war uns vieles bekannt. In Natur sieht’s jedoch ganz anders aus. Hooge ist sattgrün, besteht aus Salzwiesen, durchzogen von Prielen und einem asphaltierten Wegenetz zu den einzelnen Warften. Fast vergisst Herr Schlichting den Hallig Taler zu errichten, den sogenannten Inseleintritt.

DoppelkopphochWarfWir wandern zur Kirchwarft.
Auf einem kleinen Hügel liegen Inselkirche und Friedhof. Wir schauen hinein, eine idyllische protestantische Kirche mit blauen Sitzbänken, die an der Innenseite kleine Türchen haben. Dem Pastor stellen wir Fragen zu unserer Inselaufgabe (ein Fragebogen von Herrn Schlichting rund um Inselthemen). Vor der Warft steht ein Pfahl mit Flutmarkierungen aus den vergangenen Jahren, die höchste ist über 2m hoch. Später auf der Hanswarft sehen wir im „Sturmflutkino“ einen Film zu dem Thema. Es sind unglaubliche Bilder, von der Insel sieht man nur noch die Spitzen der Warften mit den Häusern, alles andere offenes tosendes Meer. Mut muss man haben, hier zu wohnen. Johannes von der Schutzstation Wattenmeer erklärt uns die Tierwelt der Insel, er setzt uns lebendige Seesterne und Krebse auf die Hand — merkwürdiges Gefühl. Vogelstimmen kann man versuchen den Vögeln zuzuordnen, ganz schön schwierig für Bergler. Man erfährt etwas über die Walfangtradition der Halligen und über das Leben der Seehunde.

RossSeehundsbankZurück geht es gemütlich zum Anleger, denn um 15:40 Uhr fährt unsere Adler-Express. Unglaublich schön bei Sonnenschein über die Hallig zu wandern, überall Schafe und Rinder, in der Luft Möwen und die vorhin erratenden Vögel, ein permanentes Konzert, ungewohnt für unsere Ohren, aber schön. Eine Idylle. Andrina beschliesst mit ihrem Lieblingsross hier einen Sommer zu verbringen, vielleicht ein Praktikum dabei zu machen. Die 4-Beiner der Insel sind nämlich Saisongäste, sie kommen im Frühjahr mit der Fähre, verbringen den Sommer in den satten Salzwiesen, bekommen Nachwuchs und segeln im Herbst wieder zum Festland, die Sturmfluten würden sie nämlich nicht überleben. Rauf geht’s aus Schiff und über Amrum zurück nach Hörnum. Dort verpassen wir jetzt tatsächlich den bereit stehenden Bus. Nilo hat seinen Rucksack auf der Adler vergessen. Alles Suchen ist erfolglos. Herr Schlichting spendiert dem Siegerteam des Fragebogenwettbewerbs das versprochene Eis. Fieserweise hat er eine Zusatzfrage nach seinem Lieblingsbier hinzugefügt, die nur Florian beantworten konnte. Und schon hat seine Gruppe gewonnen. Trinkt der heimlich? Rechtzeitig zum Abendessen sind wir zurück. Anschliessend geht’s noch an den Strand. Aus einem Fussballspiel entwickelt sich wüstes Baden in den Wellen zum Sonnenuntergang. Ein Riesenspass. Klappernd vor Kälte zurück zum Heim, nach einer heissen Dusche folgt die 9-Uhr-Teamsitzung. Alle sind aufgekratzt. Simon gibt eine Extravorstellung bis der rechte Schlappen von Herrn Schlichting ihn bremst. Einhelliges Urteil, es war ein Supertag, wieder mal ist unserer Lehrer mit uns zufrieden, lobt uns — was ist los mit dem Mann, hat er 3 Jahre nicht gemacht. Er wird älter. Und 15 Minuten länger dürfen wir aufbleiben.

Tag 5 – 26.06.15

Kampener LeuchtturmUwedüneDer fünfte Tag ist zweigeteilt. Der Vormittag zur freien Verfügung, der Nachmittag zum Velofahren. Den Vormittag nutzen die meisten für Shopping in Westerland. Mittags gibt es Schnitzel. Ruhe kehrt ein, denn die 200 Zwerge verlassen das Schullandheim. Ihre Woche ist um. Wir sind weitgehend allein in der Einrichtung. Endlich kein Stress mehr mit der offenen Haustür. Um 13:15 Uhr beginnt die Velotour. Manuel ist der Guide. Es geht vorbei am Rantumbecken, immer auf dem Deich bis Morsum. Dort gibt es eine Pause auf dem Spielplatz des Muasem Hüs. Weiter geht’s durch die Sylter Edelquartiere wie Kampen, Braderup und Wenningstedt. Hoch geht es auf die Uwedüne, mit 52,552,5 m ü. NHN der höchste Punkt Sylts. Die Aussicht ist jedoch toll. Auf dem Rückweg Pause in Westerland, Abendessen bei Gosch oder Mc Donalds. Um 19:00 Uhr sind wir wieder in Rantum. Superstrecke, hätten wir ohne Manuel nie gefunden, trotzdem anstrengend, 50km mit klapprigen Leihvelos. Insgesamt ein guter Tag. Wetter? Warm war es, jedoch bewölkt und ein wenig Nieselregen.

Tag 6 – 27.06.15

BeifangBoje.chDer Tag beginnt entspannt. Im Speiseraum sind wir anfangs allein. Später kommt eine kleine Erwachsenen Gruppe hinzu. Ruhe herrscht. Keine Primarschüler die ständig die Türen offenlassen. Zusätzlich gibt es Mett und gekochte Eier. Wetter ist wieder durchwachsen. Als wir das Haus verlassen, beginnt es zu regnen. Heute soll eine Bootsfahrt zu den Seehundbänken stattfinden, anschliessend ein Besuch des Erlebniszentrum Naturgewalten in List. Vorher haben wir jedoch noch mit unseren Familien daheim einen Auftritt vor der ADS Webcam vereinbart. Pünktlich um 9:00 Uhr sind an der Boje, an der uns die Kamera erfassen wird. Zur Sicherheit haben wir die grosse Schweizer Flagge mitgenommen. Obendrein besteigen viele diese Boje. Hoffentlich hat man uns von zuhause gesehen.

ButterfahrtDanach geht’s mit dem Bus nach List, zum nördlichsten Punkt Sylts. Ein touristisches Zentrum mit Restaurants und Shops erwartet uns. Nachdem unserer Lehrer seinen Kaffee ausgetrunken hat, geht’s auf die „Gret Palluca“, ein kleiner Kutter, der uns hinausbringen wird. Die Besatzung, Peter und Kapitän Alfred, sind total witzig, schon beim Einschiffen haben wir Spass. Das Schiff haben wir fast für uns. Alfred beginnt mit einer sehr informativen Einweisung zur Umgebung und zu den Seehunden. Leider herrscht Flut. Die Seehundbänke sind überflutet, vereinzelt schauen Köpfe aus dem Wasser, oft Mutter und Kind, denn die Kleinen wurden vor wenigen Tagen geboren. Der Seehundsbestand in der Nordsee ist stabil und gross.

Phillip & seine AusterAber dann lässt die Besatzung ein Netz ins Meer. Schon nach wenigen Minuten kommt ein erstaunlicher Fang an Bord, Krebse, Krabben, Seesterne, Shrimps, Muscheln und eine Auster. Mit viel Getöse und witzigen Kommentaren zieht Peter alles an Bord und geht mit dem Korb mittschiffs, damit alle den Fang bewundern können. Genüsslich zeigt er alle Exponate, verdammt gut geht er mit den doch nicht ungefährlichen Krebsen um, er weiss genau, wo er sie gefahrlos anpacken kann. Bei seinen Sprüchen zu den Gefahren übertreibt er masslos. Uns ist nicht immer klar, ob es stimmt oder ob wir gerade wieder verarscht werden. Nach und nach verlieren wir die Scheu und beginnen das Getier zu berühren. Peter knackt die Auster und wer isst sie, natürlich Philipp. In den ersten Minuten danach sieht er nicht glücklich aus.

Nach 2 Stunden sind wir wieder im Hafen. Wir bedanken uns für die geile Tour und machen uns auf zum Erlebniszentrum Naturgewalten. Und es in der Tat gewaltig. Noch nie haben wir eine ähnliche Ausstellung gesehen. Es erwartete uns eine Ausstellung zum Anfassen, Ausprobieren und Mitmachen. Auf 1500 Quadratmetern bekommen wir leicht verständlich und spielerisch gezeigt, wie spannend Natur sein kann. Wir werden informiert über Wetterereignisse, Leben in Watt und Dünen, Küstenschutz und erneuerbare Energien. Wir lernen die Kräfte der Nordsee zu verstehen, die Sylt in besonderer Weise geprägt haben. Nie wird es langweilig. Filme, deren Kommentare man über Kopfhörer verfolgen kann, Modelle zur Sturmstärke und zum Wellengang beeindrucken. Hypermodern und didaktisch/methodisch hervorragend aufbereitet. Unser Lehrer hat einen Fragebogen zu den verschiedenen Themen vorbereitet, der nur bei intensiver Wahrnehmung der Ausstellung zu lösen ist. Die Gruppe Flurina, Natalie und Mike gewinnt die Competition. Sie holen 100% der Punkte und gewinnen ein Glace, erhalten obendrein eine 6er Note in Geografie. Tina, Andrina und Einstein machen Platz 2, auch ein Eis und eine 5. Danach geht’s im Bus über Westerland nach Hause, wo wir gegen 18 Uhr eintreffen.

Alle essen, bis auf den ChefSennerinAm Abend stehen Grillen und Lagerfeuer auf dem Programm. Vorher bereiten wir mit Manuel das Weckradio für Sonntag vor. Danach geht es zum Grillplatz. Manuel hat alles perfekt im Griff. Strandkörbe stellen wir um das Feuer. Wolfgang, der Küchenchef, hat alles super vorbereitet, leckere Nackensteaks, Bratwürste und 3 verschiedene Salate, dazu gibt es die Möglichkeit Stockbrot zu machen. Das Feuer lodert hoch, es schmeckt lecker, die Stimmung ist gut. Wir verschwinden langsam auf unsere Zimmer. Das war der letzte Abend. Eine tolle und unvergessliche Woche geht zu Ende. Ach ja, einer vergisst in seinem Zimmer zu schlafen. Warum nur?

Tag 7 – 28.06.15

Donnernd wie immer beendet das Weckradio die Nacht. Doch heute ein besonderes Programm. Wir haben gestern Abend mit Manuel ein besonderes Weckradio zusammengestellt. Die Musik hat Manuel ausgewählt, weil er weiss, was der Chef gerne hört, natürlich Blues. Die Texte sind von uns. Jede/jeder von uns hat die Gelegenheit, ein paar persönliche Worte an Herrn Schlichting, jetzt auch Günter genannt, zu richten. Unglaublich was rausgekommen ist, wir sind schon merkwürdige Schüler, alle bedanken sich für 3 ganz besondere Jahre, für Unterstützung, die sie erfahren haben, für Fürsorge und Schutz, für spannenden Unterricht, er sei wie ein Vater für viele von uns gewesen und natürlich hatten wir immer ganz viel Spass. Aber auch für die Organisation dieser wunderbaren Abschlussfahrt nach Sylt. Einen besseren Ausklang kann es für neun Jahre Schulzeit nicht geben. Andrina kündigt an, dass er dabei wohl „brüälä“ werde. Und tatsächlich, später im Frühstücksraum, bedankt sich unser Klassenlehrer bei uns, er sei tief berührt und gerührt von unseren lieben Worten, auch er habe diese Zeit als eine ganz besondere Phase in seinem beruflichen Leben wahrgenommen, wir seien ihm sehr ans Herz gewachsen, er habe uns sehr gern, er glaube nicht, dass diese einmalige Situation sich wiederholen könne. Er sei sich sicher, dass wir alle unseren Weg gehen werden. Puh… das war nun mal sehr emotional, für alle Seiten. Und wir bräuchten seine doch etwas raue Sprache nicht unbedingt zu übernehmen, wüssten jedoch jetzt, wo sie herkomme, nämlich aus diesem rauen Norden, wo man sich mit „Moin“ begrüsst, egal zu welcher Tageszeit, wo man sich duzt und wo man sehr offen und direkt miteinander umgeht, letzteres rate er uns auch.

BrandungLife’s a beachDanach Zimmer reinigen, Abnahme durch Hausmeister Nils, noch so ein cooler Typ. Alles geht klar, wir haben einen guten Job gemacht. Chef geht bezahlen, dann ab an den Strand. Der Wettergott meint es gut mit uns, strahlender Sonnenschein. Bis 14 Uhr bleiben wir am Strand, spielen, klönen (so sagt der Norddeutsche für reden), chillen (so sagt Simon), spielen Volleyball und Fussball, einige baden in der rauen See. Geil. Danach gibt es Pizza vom Pizzadienst aus Westerland. Duschen und umziehen. Halb 4 kommt der Bus, emotionaler Abschied von Manuel, er hat viel zum Gelingen und Wohlfühlen beigetragen, cooler Typ, hat viel bei seinem Ex-Chef Schlichting gelernt, deutlich merkt man zwischen den beiden eine tiefe Freundschaft, vieles non-verbal, man versteht sich blind, obwohl die beiden sich 15 Jahre nicht gesehen haben. So ein wenig sind sie wie Vater und Sohn. Leider haben wir vergessen dem Manuel ein Geschenk zu geben, werden wir aber in der nächsten Woche nachholen, Herr Schlichting kann es ihm dann übergeben, der fährt verdammt-noch-mal, der hat es gut, am kommenden Sonntag privat nach Amrum, der Nachbarinsel von Sylt und wird Manuel treffen. Auf alle Fälle haben wir ihn zum Snowboarden im Winter auf Davos eingeladen.

Abschied…Hopp Schwiiz!Ach ja, vergessen haben wir die Flaggenparade zu erwähnen. Mit militärischen Ehren haben wir natürlich die von Moritz mitgebrachte Schweizer Flagge eingeholt. Dann geht es zurück mit der Bahn über Hamburg. Kleinigkeiten, wie Notbremse ziehen und Feueralarm auslösen durch uns, nehmen wir unaufgeregt zur Kenntnis. Doch was gelernt auf Sylt: norddeutsche Gelassenheit.

Montag – 29.06.15

Gegen 11 Uhr am Montagmorgen sind wir in Davos. Herzliche Verabschiedung, ab nach Hause, am Dienstag ist Schule.

Es war eine verdammt geile Woche, der Zusammenhalt unserer Klasse war extrem gut, der Spass hat nie gefehlt, wir alle wären gern noch länger geblieben.

Ende der Schulzeit

…geiler SiachNeun durchwachsene Jahre gehen zu Ende. Tolle Jahre, weniger tolle Jahre. Wir sind uns einig, die letzten 3 waren die besten drei Schuljahre die wir erlebt haben, der Spass kam bei uns nie zu kurz, doch wenn es ernst galt, galt es ernst. Eins muss man gesagt haben, wir haben Herrn Schlichting viel Nerven geraubt, aber für all die Dinge die wir getan haben kann er uns nicht böse sein. Herr Schlichting ist uns allen sehr ans Herz gewachsen und er ist wirklich der beste Lehrer, den wir alle bis jetzt hatten, wir sind ihm sehr dankbar für all die Dinge, die er für uns getan hat, all dies ist nicht selbstverständlich. Der Burner der drei Schuljahre war die Klassenfahrt nach Sylt, es war eine unvergessliche Zeit, wir alle werden uns sehr positiv an unsere Schulzeit an der Oberstufen Schule erinnern…

3 Sylt Videos

Zur Abwechslung mal nix über uns, sondern drei schöne Videos von Sylt um die allgemeine Vorfreude auf Euren nächsten Syltaufenthalt ein bisschen anzufeuern.

Inselliebe — von Sylt Marketing.

Hörnum — unser Nachbardorf.

Sylt Impressionen — von Klaus Müller.

Lagerfeuer Deluxe

Endlich ist unsere neue Lagerfeuer- & Grillhütte fertig. Ab sofort kann lässig weitergegrillt werden, wenn sich das Wetter an der Nordfriesischen Riviera wider Erwarten mal für ein paar Minuten verschlechtern sollte.

Lagerfeuer- & Grillhütte

Biike Webcam war voller Erfolg

Rechtzeitig zur Biike konnten wir endlich den Livestream unserer Webcam starten. Die Übertragung über unsere normale DSL-Verbindung anzubieten war leider nicht ausreichend, denn mit ihr wären maximal zwei Besucher zur gleichen Zeit möglich gewesen.

Es war nicht ganz einfach einen günstigen Anbieter zu finden, der es 1000+ Zuschauern gleichzeitig ermöglichte unsere Kamera anzusehen, aber wir sind fündig geworden. Wir müssen unseren Stream jetzt nur noch ein Mal hochladen und die Verteilung erfolgt über einen speziellen Videoserver auf unserer Nachbarinsel. England.

Ein paar Tage vor dem Biikebrennen funktioniere es dann endlich und unsere Live-Übertragung der Rantumer Biike wurde ein voller Erfolg: Unsere Webstatistik für den Februar zeigt 5550 Seitenansichten — der höchste Anstieg seit der Registrierung unserer Domains vor über 12 Jahren.

Vielen Dank an Radio Schleswig-Holstein, die Sylter Rundschau und ganz besonders Euren knapp 300 Likes bei Facebook.

Ostern auf Sylt?

Wie wär’s denn mal mit Ostereiersuchen am Strand — noch sind in den Osterferien bei uns Zimmer frei. Als besondere Osterüberraschung gibt Osterhase es ab 4 Übernachtungen wahlweise einen Gutschein zu einer der folgenden Aktivitäten von uns als Geschenk:

  1. Große Inselrundfahrt

    Der Fahrer ist stets ein Inselkenner, manchmal spricht er sogar Friesisch und immer hat er spannende „Döntjes“ auf Lager, die sogar mancher Insulaner noch nie gehört hat. Bei der großen Rundfahrt lernen Sie den Charme der ganzen Insel kennen.

  2. Sylt Aquarium

    Erlebe die spannende und bunte Unterwasserwelt der Tropen und des Nordatlantiks. Mehr als 150 Fischarten und über 2000 Meeresbewohner tummeln sich hier zwischen Korallen und Felsen. In zwei Glastunneln schwimmen die Fische und Haie direkt über Ihre Köpfe hinweg.

  3. Erlebniszentrum Naturgewalten

    Hier erwartet Sie eine Ausstellung zum Anfassen, Ausprobieren und Mitmachen. Auf 1500 m² bekommen große und kleine Forscher in den Erlebnisräumen leicht verständlich und spielerisch gezeigt, wie spannend Natur, Wetterereignisse, Leben in Watt und Dünen, Küstenschutz und erneuerbare Energien sein können.

Zimmer mit eigenem Bad/WC Haus Wattenmeer
Erwachsene/Jugendliche Frühstück ab € 25,00
Kinder (3-14 Jahre) Frühstück ab € 17,00
Preise gelten pro Person/Übernachtung. Ausleihe Bettwäsche € 7,00. Handtücher müssen mitgebracht werden. Kinder unter 3 Jahren gratis. Anreise 15:00 – 17:00 Uhr, Abreise bis 10:00 Uhr. Preise ohne Gästekarte (ab 18 Jahre, muss vor Ort gesondert erworben werden).

Einzelzimmer, Gruppenpreise etc. siehe Preisliste.

Buchungsanfragen

ADS-Grenzfriedensbund e.V.
Geschäftsstelle Flensburg
Herr Lars Nielsen
Telefon +49(0)461 869 319

buchung@ads-sylt.de oder via   Mailformular (einblenden)

Webcams im Livestream

Update: Auf Grund unserer Biike Cam haben wir bis auf Weiteres alle anderen Cams dekativiert.

Die Webcams sind nun endlich installiert und auf unserer Webseite eingebaut. Die Rantumbecken/Wattenmeer-Cam muß noch einmal etwas umpositioniert werden um den First aus dem Bild zu bekommen, das wird aber voraussichtlich erst im Frühling passieren.

Da man in Rantum leider nur normales ADSL bekommen kann (16Mbit down/1Mbit up) und VDSL (50Mbit down/10Mbit up) mit seinem schnelleren Upload wohl noch lange auf sich warten lässt, können wir leider keine HD Livestreams anbieten — obwohl die Kameras dies könnten. Der nächste Schritt in Richtung „schnellerer Anbindung“ an unserem Standort (Glasfaser mit 10Mbit down/10Mbit up) kostet leider schlappe € 500/Monat.

Also erfreuen wir uns an einem Bild pro Sekunde mit einer Auflösung von 640×368 Pixeln. Besser als gar nix, oder? Wir hoffen sie gefallen Euch…